Pastoralkonzept Flensburg-Kappeln

Mit Christus unterwegs

Pastoralkonzept  Pastoraler Raum Flensburg-Kappeln

Anlage 1    Landkarte Pastoraler Raum Flensburg-Kappeln

Anlage 2    Sozialraumanalyse Pastoraler Raum Flensburg-Kappeln

Anlage 3    Fragebogenaktion Pastoraler Raum Flensburg-Kappeln

Anlage 4    Ideenspeicher Pastoraler Raum Flensburg-Kappeln

Schaubild   Neue Gremienstrustruktur

"Pastorenwort" zum 4. Advent

Liebe Schwestern und Brüder,
es ist schon etwas ungewöhnlich, wenn der Pfarrer ein, ich nenne es mal, „Pastorenwort“ für diesen
4. Advent verfasst und es in allen Gottesdiensten im Pastoralen Raum verlesen wird. Doch ich möchte Sie alle teilhaben lassen an den Gedanken und Überlegungen, die mich und viele in den Gremien bewegen.

1. Pastoralkonzept
Der Erzbischof hat am 29.11.2016 das Pastoralkonzept für unseren Pastoralen Raum bestätigt. In vielen Sitzungen von Arbeitsgruppen, der Lenkungsgruppe und dem Gemeinsamen Ausschuss ist es entstanden. Ich danke allen, die sich eingebracht haben. Wir haben es drucken lassen, damit sie alle es lesen können. Eingeleitet wird das Konzept mit einem Bild: „Unser Kompass Jesus Christus“. Damit erinnern wir, dass all unser Tun an den Orten kirchlichen Lebens, den Gemeinden und in der künftigen Pfarrei eine Ausrichtung hat: Jesus Christus. Wenn er wirklich der ist, an dem sich die Nadel des Kompasses, sprich unser Handeln, ausrichtet, dann können wir auch neue Wege wagen.
Wir erhoffen, einen Impuls zu geben, wie wir alle zusammen Kirche in einem überschaubaren Zeitraum entwickeln, welche Wege wir gehen und wo wir Kraft, Zeit und Engagement in besonderem Maße einsetzen wollen.

2. Strukturen
Das Erzbistum gibt auf diesem Entwicklungsweg auch eine neue Struktur vor, die in der Zeitung „Bistum auf neuen Wegen“ gut dargestellt wird. Viel stärker als vorher werden „Freitätige“, so haben wir die „Ehrenamtlichen“ im Pastoralkonzept benannt, in verantwortliche Aufgaben mit eingebunden. Wir sind also an einem Punkt, wo es konkret wird und jede/jeder angefragt ist: Wie kann ich mich als getaufter Christ und Mitglied dieser Kirche einbringen, damit Kirche im Leben der Menschen noch vorkommt? Welches Talent, welche Leidenschaft möchte ich gern mit anderen teilen? Welches Projekt, welche Idee würde ich gern in der Gemeinde verwirklichen? Da nützt es in einem flächenmäßig so großen pastoralen Raum wenig, auf andere zu zeigen, sondern sich einzubringen an den Orten kirchlichen Lebens, in der Gemeinde vor Ort!
Deshalb haben wir als nächstes zu klären: Was / Wer ist Gemeinde? Wer ist Ort kirchlichen Lebens?
Bestehende Kirchenstandorte können dabei eine Orientierung sein. Allerdings sind nicht die Gebäude und Kirchen die entscheidenden Kriterien, sondern die Bereitschaft, als Christ Kirche für andere zu sein.
Wer ist also bereit, mitzumachen in einem Gemeindeteam und einer Gemeindekonferenz vor Ort?
Wer ist bereit, aktiv zu werden im „designierten“, ebenfalls neu strukturierten Kirchenvorstand? Lassen Sie es den Vertreterinnen und Vertretern Ihrer Gemeinde oder mich wissen!
In der gedruckten Ausgabe finden Sie ein Schaubild über die zu bildenden Strukturen.
Am 19. Januar 2017 wollen wir im Gemeinsamen Ausschuss darüber entscheiden.

3. Erneuerungsprozess im Erzbistum
Wir gehen diesen Weg zu einem Zeitpunkt, indem der Erzbischof Stefan einen Erneuerungsprozess für das gesamte Erzbistum angestoßen hat. Das dies gerade im Jahr des 500. Reformationsgedenkens geschieht macht deutlich, dass Kirche sich zu allen Zeiten immer wieder fragen muss, wie sie die Botschaft des Glaubens leben kann.

Ich will nicht verhehlen, dass Finanzsorgen den Prozess begleiten.

Liebe Schwestern und Brüder,
im heutigen Evangelium vom 4. Advent begegnen wir, wenn man so will, einem fragenden Josef. Was ihm und Maria wiederfahren ist, kann er nicht verstehen. Erst die Ermutigung „von oben“ bewahrt ihn davor, wegzugehen und Maria allein zurückzulassen.

Auch in mir und vielen von uns sind Fragen, wie es mit der Kirche vor Ort gut weitergehen kann. Ich möchte Sie herzlich ermutigen, dass wir uns gemeinsam diesen Fragen stellen und nach Antworten suchen. Eine Ermutigung und Bestärkung „von oben“ ist uns zugesagt. Das feiern wir jedes Jahr in der Menschwerdung Jesu.

Im Gebet für den Pastoralen Raum verbunden, grüßt Sie herzlich
Ihr Pfarrer Stefan Krinke.

Fürbittgebet für den Pastoralen Raum Flensburg- Kappeln
Guter und lebensspendender Gott,
Du begleitest uns Menschen durch die Zeit.
Du willst, dass wir Zeugnis geben von Dir
und Deiner Liebe zu uns Menschen.
Schau auf Deine Kirche,
auf die Gemeinden, kirchlichen Einrichtungen,
ökumenischen Projekte, Gruppen und Kreise,
die sich Deinem Auftrag stellen.
Lass uns gemeinsam
miteinander unterwegs sein
und dafür Sorge tragen,
dass Deine Botschaft
auch morgen noch Gehör findet.
Öffne unser Denken und Tun
für Deinen Heiligen Geist,
damit wir die richtigen Schritte gehen
und so Menschen
immer wieder Dich
und Deine befreiende Gegenwart entdecken.
Mit unserer Namenspatronin Maria bitten wir
um Deinen Segen,
durch Deinen Sohn Jesus Christus,
der im Heiligen Geist mit Dir lebt
und Leben schenkt, heute und in Ewigkeit.
Amen.